Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Lexi Brasseur


Foto:
© Collection CNL

Lexi Brasseur

Alexis Brasseur
Luxemburg Luxemburg

Pseudonyme: Leop. Döring

Nach dem Abitur am Athenäum studierte Lexi Brasseur Jura in Bonn. Obschon er 1886 dem Barreau beitrat und 1892 sein Examen als Avoué ablegte, wandte er sich den Tuch- und Stahlgeschäften zu, wurde Teilhaber der Draperies de Schleifmühle-lez-Luxembourg, gründete die Firma Brasseur et Wagener und verlegte 1907 seinen Wohnsitz für vier Jahre nach Paris. Nach Ende des Ersten Weltkrieges mietete Lexi Brasseur ein verlassenes Fort auf der bretonischen Ile de Houat in der Bucht von Quibéron, das er von Pierre Blanc mit Fresken ausmalen ließ und wohin er seine luxemburgischen Freunde zu geselligen Feiern einlud. Batty Weber berichtet davon in seinem Roman Inseltraum. Politisch gehörte Lexi Brasseur zum liberalen Lager. Er ist der Großvater des französischen Schriftstellers Pierre Viallet, dessen Roman La foire z. T. auf dem Hintergrund der Notablengesellschaft Luxemburgs am Anfang des 20. Jahrhunderts spielt.

Lexi Brasseur machte das Genre der Revue, eine Mischung aus Vaudeville und Kabarett mit Gesang und Tanz, Witz, Spott, Polemik und Seitenhieben auf das politische Jahresgeschehen in Luxemburg populär. Den Auftakt machte er 1896 mit Letzeburger Flautereien. Typisch sind die durch die Handlung führenden und die einzelnen Szenen zusammenhaltenden Gespräche zwischen "Comper" und "Commère". Ab 1897 sicherte sich Lexi Brasseur die Mitarbeit von Pol Clemen, mit dem er bis 1916 zahlreiche Revuen vorlegte, die von den hauptstädtischen Theatertruppen Union dramatique, Enfants du Luxembourg oder Treize aufgeführt wurden. Für De Mononk Phlëpp arbeitete er mit Batty Weber zusammen.

Lexi Brasseur war daneben ein Musikkenner, der sich für die Gründung des hauptstädtischen Musikkonservatoriums einsetzte. Für viele seiner Revuen lieferte er selber die Musik. Ihm ist die Musik der Festkantate zur Einweihung des Dicks-Lentz-Denkmals 1903 sowie das Lied De Niklés'chen zuzuschreiben.

Dieser Artikel wurde verfasst von Germaine Goetzinger

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Hémecht (d') - La Patrie. Erausgi vun der Unio'n vun de Letzeburger Freihêtsorganisatio'nen
    Verwendete Namen
    Lexi Brasseur
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Land in Wort und Bild (Das). Illustrierte Wochenschrift für inländische Geschichte, Altertumskunde, [...]
    Verwendete Namen
    Lexi Brasseur

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • Les Enfants de Luxembourg - Theatertruppe
  • Revue (Theater)
  • Société des Treize
Zitiernachweis:
Goetzinger, Germaine: Lexi Brasseur. Unter: , aktualisiert am 09.10.2020, zuletzt eingesehen am .