Émile Worms

Frisingen - Paris ()


Émile Worms ist der Sohn französischer Eltern. Nach dem Abitur am Athenäum, studierte er 1856 Jura an den Cours supérieurs, ab 1857 an den Universitäten Heidelberg und Paris, wo er 1863 promovierte. Er war zunächst Rechtsanwalt, dann Professor in Paris (1867), bevor er 1876 an den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität Rennes berufen wurde. 1871 wurde er von Victor Hugo in Altwies empfangen, wo er regelmäßig seinen Sommerurlaub verbrachte. 1898 kehrte er nach Paris zurück. Émile Worms vertrat die französische Regierung im Ausland bei Kongressen über Statistik. Er war Mitglied der Académie des Sciences morales et politiques (section d'économie politique) in Paris sowie kooptiertes Mitglied der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique.

Émile Worms veröffentlichte etwa 30 wirtschaftswissenschaftliche Werke, die alle zwischen 1860 und 1907 in Frankreich erschienen, z. B. L'Allemagne économique, ou, Histoire du Zollverein allemand (1874) und Une association douanière franco-allemande avec restitution de l'Alsace-Lorraine (1888).

Während seiner Gymnasialzeit in Luxemburg veröffentlichte Émile Worms La Poésie et la Musique, eine allegorische Dichtung in Alexandrinern, die erzählt, wie die rivalisierenden Musen der Dichtkunst und der Musik sich zusammen tun und gemeinsam die Vorstellung des Krieges aus dem Garten Eden vertreiben.

Frank Wilhelm

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1964 Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique: Index biographique des Membres, Correspondants et Associés de l'Académie royale de Belgique de 1769 à 1963, p. 276.
[1985] Le Grand-Duché de Luxembourg dans les carnets de Victor Hugo. Annotations et commentaires par Tony Bourg et Frank Wilhelm
Zuletzt geändert 18.04.2019