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Foto: Barbara Höhfeld


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© Colection privée

Barbara Höhfeld

Barbara Hoehfeld; B. H. Höhfeld; Barbara H. Höhfeld; Barbara Hildegard Höhfeld; Barbara Velleine-Höhfeld
Dortmund ()

Pseudonyme: Berenice

Barbara Höhfeld schloss ihr Abitur 1955 in Dortmund ab. Anschließend studierte sie am Dolmetscher-Institut der Universität Saarbrücken, wo sie 1957 ein Übersetzerdiplom und ein Jahr später ein Dolmetscherdiplom erlangte. 1958 folgte ein Anglistikstudium, und von 1964 bis 1966 studierte Barbara Höhfeld Italienisch in Perugia. 1959 zog sie nach Luxemburg, wo sie von 1969 bis 1989 als Übersetzerin bei der Europäischen Gemeinschaft arbeitete. Seit 1991 lebt Barbara Höhfeld in Frankfurt/Main. Dort war sie von 1994 bis 1996 Mitarbeiterin des Théâtre Français und von 1997 bis 2000 Mitarbeiterin für Literatursendungen bei Radio X in Frankfurt/Main.

Seit 1975 schreibt Barbara Höhfeld Gedichte, Prosa, Essays sowie Theater- und Buchbesprechungen, u. a. über Luxemburger Literatur, in luxemburgischen Zeitungen (d'Lëtzebuerger Land, Tageblatt), Zeitschriften (Les Cahiers luxembourgeois, Galerie) und Anthologien (Schriftbilder 1984, Lëtzebuerg Luxembourg Luxemburg 1989, Melusina 1995), gelegentlich auch in deutschen Anthologien (Literatur am Rande 1981, Giftgrün 1984). Sie gründete das Poesietelefon Lëtzebuerg, das von Oktober 1983 bis Dezember 1987 ein wöchentliches Literaturprogramm in verschiedenen Sprachen darbot.

Barbara Höhfeld reflektiert in ihrem Werk die soziale und politische Gleichstellung, Frauen und Literatur sowie weibliche Ästhetik. Sie debütierte 1980 mit der Anthologie G(B)efangen - G(B)efreit. Frauenlyrik in Luxemburg (1980) und schrieb das Theaterstück Die Akte Martha Meyers über die Unterdrückung der Frau. Barbara Höhfeld, die am Konservatorium in Luxemburg eine Theaterausbildung erhielt, ist außerdem Gründungsmitglied, Autorin, Bühnenbildnerin, Schauspielerin und Pressereferentin des Luxemburger Frauentheaters (1980-1989). In Reiseberichten, Porträts jüdischer Autoren (Edgar Hilsenrath, Rose Ausländer) und in der Übersetzung der Lieder von Serge Gainsbourg (Je t'aime) setzt sich Barbara Höhfeld mit Fragen jüdischer Identität und Geschichte auseinander. Alterität und multiple Identität sind auch Thema des Romans Ginsburg und der Rotkohl, der einen beruflichen und sexuellen Emanzipationsprozess schildert. Kindertreu ist ein Briefroman, in dem die Journalistin Hermine sich an ihre Mutter wendet, mit der sie in einem fortwährenden, erwünschten, aber nicht erwiderten Kontakt steht. Die als Beichte und als Lebensbericht angelegten Briefe erweisen sich sodann als Epochenroman, in dem die Geschichte von vier Generationen im 20. Jahrhundert geschildert wird. Der Blick in die Vergangenheit erweist sich dabei als familiäre Bewältigungsgeschichte und Suche nach der Mutter und dem abwesenden Vater. Themen in dem teilweise im Luxemburg um die Jahrtausendwende spielenden Roman sind der unbewältigte Zweite Weltkrieg, die Education sentimentale, das Universitätsleben und das Studium am Dolmetscher-Institut in Saarbrücken, die Reflexion über das Weibliche sowie die Rolle der Frau, Mutter und Ehefrau in der Gesellschaft.

Barbara Höhfeld war Sekretärin der  Lëtzebuerger Konschtgewerkschaft und  Mitglied des LSV bis zu dessen Auflösung im Jahre 2016.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter Claude D. Conter

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Drauffelter Zeitung
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Galerie. Revue culturelle et pédagogique
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    kulturissimo. mensuel culturel et socio-politique
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Kunststoff. Kulturmagazin [für Trier, Luxemburg, Saarbrücken]
    Verwendete Namen
    B. H. Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Almanach. Red.: Georges Hausemer ; Gestalt.: Heng Ketter
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
    Verwendete Namen
    Barbara Hildegard Höhfeld
    Barbara Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Orte. eine Schweizer Literaturzeitschrift
    Verwendete Namen
    Barbara H. Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    pult (das). literatur, kunst, kritik
    Verwendete Namen
    Barbara H. Höhfeld
  • Titel der Zeitschriften
    Tageblatt / Escher Tageblatt = Journal d'Esch. Zeitung fir Lëtzebuerg
    Verwendete Namen
    Barbara Höhfeld

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Mitgliedschaft

  • Lëtzebuerger Konschtgewerkschaft
  • LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1986-2016]
  • Poesietelefon

Archiv

Zitiernachweis:
Conter, Claude D.: Barbara Höhfeld. Unter: , aktualisiert am 07.09.2020, zuletzt eingesehen am .