Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Pol Tousch


Foto:
© Collection CNL

Pol Tousch

Paul Tousch
Luxemburg Luxemburg

Pseudonyme: Paul de la Cartouche

Nach Studien am Athenäum und an der Normalschule war Pol Tousch zuerst Lehrer in Berl (Berlé), bevor er an der Komplementarschule und bis 1995 am Lycée technique de Bonnevoie unterrichtete.

Zusammen mit Marc Thoma war er als Produzent, Kameramann, Regisseur und teilweise Hauptdarsteller an den Kurz- und Spielfilmen Der Tunnel (35 min., 1973), Du sollst nicht begehren (60 min., 1973) sowie D'Engelcher vu Schëndels (2013), den Animationsfilmen Quatorze juillet und Paper Circus und an Dokumentarfilmen beteiligt. 2010 schrieb Pol Tousch das Drehbuch zum Spielfilm Emil, der unter der Regie von Marc Thoma, die Erinnerungen aus Émile Schwirtzs Tagebuch eines Bunkerjungen verarbeitet.

Pol Tousch illustrierte Bücher von Michèle Thoma und Guy Van Hulle mit Fotos und Bildern. Er ist Verleger und Herausgeber von Koch- und Kunstbüchern, etwa Das Kochbuch aus Luxemburg (1980) oder Dem Foni Tissen seng Welt (1987), sowie der fünfbändigen lokalgeschichtlichen Reihe Ardennenchronik, darunter die Neuauflage von Johann Englings Klöppelkrieg. Artikel zur Stadt Luxemburg und zur Ardennenoffensive erschienen in Ons Stad, Hémecht, Luxembourg weekly review, The bulge und Lokalbroschüren.

Zusammen mit Guy Van Hulle verfasste Pol Tousch Sachbücher über die Karikatur in Luxemburg wie Albert Simon, Luxemburgs "Schnellkarikaturist" (1977) und Spottbilder aus der Geschichte Luxemburgs (1979) und hat in diesem Zusammenhang zwei Wörterbücher mit Schimpfwörtern und ihren Übersetzungen ins Deutsche, bzw. Französische zusammengestellt: Schimpfwörterbuch und Verhonziklopedi. Er organisierte Ausstellungen wie Karicartoon Luxemburg (1980) oder Kiischpelter Cartoonale (1997) und schrieb Artikel zu Cartoons, z. B. in Mémorial 1989.

Pol Tousch, dessen Anliegen die Pflege des kulturellen Erbes Luxemburgs ist, hat Kinderreime aus Luxemburg aus den Sammlungen von Karl Mersch, Jean Nicolas Moes und Pierre Schneider zusammengestellt. 1985 folgte das Luxemburger Lexikon zur Folklore Von Bräuchen, Sitten und Aberglauben. 1994 gab er die Texte von Broulli, alias Guillaume Kintzelé, neu heraus. Episoden aus der Festung Luxemburg von 1998 enthält eine Mischung aus historischen Dokumenten und Anekdoten zum Leben während der Festungszeit.

1991 übersetzte Pol Tousch die drei Maigret-Kriminalromane L'amant de Madame Maigret, Étoile du Nord und Le pendu de Saint-Pholien von Georges Simenon ins Luxemburgische. 

Dieser Artikel wurde verfasst von Nicole Sahl Nicole Sahl

Veröffentlichungen

Sonstige Mitarbeit

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Bulge (The)
    Verwendete Namen
    Pol Tousch
  • Titel der Zeitschriften
    Luxembourg Weekly Review
    Verwendete Namen
    Pol Tousch
  • Titel der Zeitschriften
    nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
    Verwendete Namen
    Pol Tousch
  • Titel der Zeitschriften
    Ons Stad. éd. par l'administration communale de la Ville de Luxembourg
    Verwendete Namen
    Pol Tousch

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • CartoonArt.lu (Ex Kiischpelter Cartoonale)

Archiv

Zitiernachweis:
Sahl, Nicole: Pol Tousch. Unter: , aktualisiert am 10.07.2020, zuletzt eingesehen am .